Paar Familie

  Beratungsstellen
Berliner Homepages

  EFB Friedrichshain - Kreuzberg
Elterninformationen
Alleinerziehend ?
Liebe, Zoff und Zufriedenheit
Zum Thema Hausaufgaben
Trotz und Ärger
Scheidung - Kleine Kinder leiden am meisten
Gestörte Aufmerksamkeit, Überaktivität
Hilfen für Kinder u. Eltern bei Trennung / Scheidung
Statistik 2002 Friedrichshain
Statistik 2002 Kreuzberg

  Suche
Sitemap

  Kontakt
Info@EFB-Berlin.de

Träger der Beratungsstellen sind u.a.:
- die Bezirksämter
- Caritas
- Diakonisches Werk
- Evang. Kirche
- das DRK
- Arbeiterwohlfahrt
- Arbeitskreis Neue Erziehung
- Kinderschutz - Zentrum
Gestörte Aufmerksamkeit, Überaktivität

Gestörte Aufmerksamkeit, Überaktivität

Aufmerksamkeitsdefizitstörung ADS, mit Hyperkinetischer Störung ADHS)

Ob der Philipp heute still
wohl bei Tische sitzen will?
Also sprach in ernstem Ton
der Papa zu seinem Sohn,
und die Mutter blickte stumm
auf dem ganzen Tisch herum.
Doch der Philipp hörte nicht,
was zu ihm der Vater spricht.
Er gaukelt
und schaukelt,
er trappelt
und zappelt
auf dem Stuhle hin und her
"Philipp, das mißfällt mir sehr!"

Fast jeder kennt diesen Vers aus dem Struwwelpeter. Familien, in denen ein Kind als extrem unruhig auffällt, werden sich nur mit Kummer an die Verse erinnern. Solche Familien benötigen professionelle Hilfe.

Was ist damit gemeint?

Nun, ADS steht für Aufmerksamkeitdefizitstörung, und wenn diese einhergeht mit extremer motorischer Unruhe (Hyperkinetische Störung, HKS) spricht man von ADHS, Aufmerksamkeitdefizit- und Hyperkinetische Störung.

Aber: Nicht jedes temperamentvolle Kind ist "gestört"!

Es gibt also Kinder:

  • die vorwiegend in ihrer Aufmerksamkeit gestört sind ohne extreme motorische Unruhe und Kinder,
  • die zur Unaufmerksamkeit zusätzlich eine extreme motorische Unruhe zeigen.

Wenn Ihr (schulfähiges) Kind also:

  • Aufgaben vorzeitig abbricht, Tätigkeiten nicht beendet;
  • auffallende Ruhelosigkeit, Lärmen, Wackeln oder Zappeln zeigt;
  • vorschnell Gedanken äußert, andere unterbricht, dazwischen redet, zu heftigen emotionalen Überreaktionen neigt,

dann sollten Eltern professionellen Rat und Hilfe einholen. ADHS kommt äußerst selten vor, man spricht von 1,5% bis 3% "Fällen", bezogen auf die Gesamtbevölkerung.

ADHS bedarf unbedingt fachmännischer Diagnostik und Therapie!

ADHS wurde eindeutig festgestellt. Was nun?

Zunächst ist festzustellen:
  1. ADHS ist eine ernstzunehmende Störung, über deren Ursache noch keine absolut gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen.
  2. Mit zunehmenden Alter läßt die Überaktivivtät etwas nach, aber es gibt auch ADHS im Erwachsenenalter.
  3. ADHS scheint zu einem großen Anteil erblich bedingt zu sein.
  4. ADHS zieht sehr viele weitere Probleme nach sich (Depressivität, Ängste, Lernstörungen).
  5. Man ist dieser Störung nicht hilflos ausgeliefert.

Für betroffene Eltern bedeutet dies:

  • Das Kind ist nicht schuld an der Störung.
  • Die Störung ist nicht auf Erziehungsfehler zurückzuführen.
  • Kinder, die diese Symptome zeigen, stellen hohe Anforderungen an ihre soziale Umwelt. Eltern und Geschwister sollten sich im Umgang mit dem/der Betroffenen Unterstützung von Fachleuten und erfahrenen Eltern einholen.
  • Dazu gibt es z.B. Elterngruppen.
  • Psychotherapie ist erfolgreich bei zusätzlich auftretenden Störungen.
  • Ergotherapie, Motopädie sind hilfreiche ergänzende therapeutische Maßnahmen.
  • Nur im äußersten Fall sollte man - nach fachärztlicher Beratung (Kinder und JugendpsychiaterIn) - eine medikamentöse Behandlung erwägen.
  • Auch ADHS Kinder haben die Liebe der Eltern nötig!

Wo können Sie Hilfe bekommen?

  • selbstverständlich bei allen Erziehungs- und Familienberatungsstellen im Bezirk.
  • Bei vielen spezialisierten privaten Einrichtungen z. B. Compass
  • Im Internet z.B. unter: www.lebenshilfe-berlin.de oder www.hypies.de

Wie bei allen medikamentösen Behandlungen ist auch bei ADHS Vorsicht und Zurückhaltung geboten. Das am meisten verwendete Medikament ist Ritalin, oft leichtfertig als Wunderdroge gepriesen. Die Wirkung ist bei Kindern unbestritten. Langfristige, schädliche Nebenwirkungen sind noch völlig unerforscht und lassen sich nur vermuten.

Dazu eine Stimme aus der Wissenschaft:
"Fast jeder Kinder- oder Hausarzt kann (in Deutschland) ein Ritalin-Rezept ausstellen, obwohl das Medikament zu den Betäubungsmitteln zählt und nur von qualifizierten Kinder- und Jugendlichenpsychiatern verordnet werden sollte. Wir brauchen strengere Kontrollen wie etwa in Schweden. Dort dürfen nur wenige, ausgewählte Ärzte Ritalin im Rahmen eines detaiierten Behandlungsplan verschreiben." G. Rüther, Neurologe, im "Spiegel", 11/2002.



Paar Home - EFB-Logo

Beratungsstellen

EFB

Pressemitteilung: Fördervertrag für flächendeckende Familien- und Erziehungsberatungsstellen.

Python powered Gehe zum Kopf der Seite