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Bundesjugendhilfestatistik 2002 der bezirklichen Erziehungs- und Familienberatungsstelle Friedrichshain
Inhalt
Grundlage für die gesetzlich vorgeschriebene Jugendhilfestatistik
sind die pro Jahr abgeschlossenen Beratungsfälle. Dabei wird
für eine Familie, unabhängig davon wie viele Personen und
Geschwister evtl. mitbetroffen sind und an der Beratung/Therapie
teilnehmen, jeweils ein Kind/eine Jugendliche gezählt. Die Statistik bezieht sich somit
auf das Kind bzw. die Jugendliche, das/die am meisten im Mittelpunkt der
Beratung steht. Da die Jugendhilfestatistik bundesweit erhoben wird,
ergibt sich in der Regel eine solide, allerdings sehr allgemeine Vergleichsbasis.
Es wurden im Jahr 2002 in den für den Bezirksteil Friedrichshain zuständige EFB-Stelle
(Frankfurter Allee) zusammen insgesamt 355 abgeschlossene Beratungen
gezählt. Die Gesamtzahl der fortlaufenden Betreuungen pro Jahr liegt darüber,
Die Anzahl der an der EFB betreuten Ratsuchenden ist in den vergangenen Jahren
kontinuierlich gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Steigerung
um 9% zu registrieren.
Die Zahlen belegen, dass bei den Erziehungsberatungsstellen in
Friedrichshain (wie bei allen anderen in Berlin) im Mittelpunkt die
eigenständige Durchführung von Hilfe steht und nur ein
geringer Anteil der Ratsuchenden an andere Stellen weitervermittelt
werden muss.
Die überwiegende Zahl der Beratungen wurden einvernehmlich mit den
Klienten abgeschlossen. 14% der Beratungen wurden durch Beendigung
des Kontaktes seitens der Klienten beendet. 3% der Klienten wurden an
andere Einrichtungen weitervermittelt.
| Beendigungsgrund |
Anzahl |
% |
| Beratung wurde einvernehmlich beendet |
292 |
82.25 |
| letzter Kontakt liegt mehr als 6 M. zurück |
51 |
14.37 |
| Weiterverweisung |
12 |
3.38 |
Hinsichtlich des Geschlechts liegt nahezu Gleichverteilung vor:
51 % der Klienten waren männlich, entsprechend 49% weiblich
(gegenüber 41% - 59% im Jahr 2001).
| Geschlecht |
Anzahl |
% |
| m |
181 |
50.99 |
| w |
174 |
49.01 |
Die Verteilung über die Altersgruppen ist recht unterschiedlich.
Die Altersgruppen unter 3 und 3 - 5 Jahre machen jeweils 15% der
Klientel aus. Die grösste Gruppe der Klienten liegt in der
Altersgruppe der 6 - 8-Jährigen (24%).
Eine weitere Häufung liegt im Intervall der 12 - 14-Jährigen (15%).
| Altersgruppe |
Anzahl |
% |
| unter 3 |
54 |
15.21 |
| 3 - 5 |
53 |
14.93 |
| 6 - 8 |
86 |
24.23 |
| 9 - 11 |
31 |
8.73 |
| 12 - 14 |
55 |
15.49 |
| 15 - 17 |
36 |
10.14 |
| 18 - 20 |
20 |
5.63 |
| 21 - 23 |
14 |
3.94 |
| 24 - 27 |
6 |
1.69 |
Der überwiegende Teil der Klientel lebt bei einem alleinerziehenden Elternteil (48%),
gefolgt von der Gruppe der Klienten, die bei den Eltern leben (25%). Bei einem Elternteil
und Stiefelternteil leben 17%.
| Junger Mensch lebt |
Anzahl |
% |
| bei Eltern |
87 |
24.51 |
| bei 1 Elternteil mit Stiefelternteil |
62 |
17.46 |
| bei alleinerziehendem Elternteil |
170 |
47.89 |
| bei Großeltern, Verwandten |
0 |
0.0 |
| in einer Pflegestelle |
1 |
0.28 |
| in einem Heim |
6 |
1.69 |
| in einer Wohngemeinschaft |
7 |
1.97 |
| in eigener Wohnung |
21 |
5.92 |
| ohne feste Unterkunft |
1 |
0.28 |
| an unbekanntem Ort |
0 |
0.0 |
3% der Klientel stammen aus nicht-deutschen Staaten.
| Staatsangehörigkeit |
Anzahl |
% |
| deutsch |
339 |
95.49 |
| nicht-deutsch |
11 |
3.10 |
| unbekannt |
5 |
0.85 |
Klienten ohne Geschwister bilden die Hauptgruppe (47%),
gefolgt von Klienten mit einem Geschwister (37%),
zwei und mehr Geschwister sind eher selten (ca 11%).
| Geschwisterzahl |
Anzahl |
% |
| kein Geschwister |
166 |
46.76 |
| 1 Geschwister |
131 |
36.90 |
| 2 Geschwister |
25 |
7.04 |
| 3 Geschwister |
14 |
3.94 |
| mehr als 3 Geschwister |
3 |
3.94 |
Geschwisterzahl unbekannt |
16 |
4.51 |
Wie kommen die Klienten zur EFB?
Der deutlich überwiegende Teil der Kontaktaufnahme
geschieht durch die Mutter (66 %). Es folgt die Kontaktaufnahme
durch den Vater (13%), die Kontaktaufnahme durch die Klienten
selbst (6%) und durch die Eltern (6%). 6% der ersten Kontaktaufnahme
erfolgt über die sozialen Dienste. Erfolgt die
erste Kontaktaufnahme durch die Eltern/Jugendlichen - auch auf Empfehlung des
Sozialpädagogischen Dienstes - werden sie unter den anderen Rubriken mitgezählt.
| 1. Kontaktaufnahme durch |
Anzahl |
% |
| jungen Menschen selbst |
23 |
6.48 |
| Eltern gemeinsam |
21 |
5.92 |
| Mutter |
236 |
66.48 |
| Vater |
47 |
13.74 |
| soziale Dienste |
22 |
6.20 |
| Sonstige |
6 |
1.69 |
40% der Klienten nennen Beziehungsprobleme als Anlass für die Beratung ;
es folgen Trennung/Scheidung der Eltern mit 38% und Entwicklungsauffälligkeiten mit 21%.
(Hier sind bis zu zwei Nennungen möglich, so dass sich die Werte über die Klientenzahl
addieren. Ebenso summieren sich die Prozentwerte nicht zu 100.)
| Beratungsanlass |
Anzahl |
% |
| Entwicklungsauffälligkeiten |
73 |
20.56 |
| Beziehungsprobleme |
143 |
40.28 |
| Schule-/Ausbildungsprobleme |
36 |
10.14 |
| Straftat d. Jugendl./jungen Volljährigen |
3 |
0.85 |
| Suchtprobleme |
8 |
2.25 |
| Anzeichen für Kindesmißhandlung |
4 |
1.13 |
| Anzeichen für sexuellen Mißbrauch |
19 |
5.35 |
| Trennung/Scheidung der Eltern |
135 |
38.03 |
| Wohnungsprobleme |
2 |
0.56 |
| sonstige Probleme in u. mit der Familie |
44 |
12.39 |
In der Mehrzahl wurde angekreuzt, dass die
Beratung/Therapie bei den Eltern ansetzt (82%); bei ca. 20% der Fälle
setzt die Beratung an bei den Kindern/Jugendlichen. In 17% der Fälle
erfolgt die Beratung in der Familie.
(Da hier bis zu zwei Ankreuzungen möglich sind, ist die Summe der
Nennungen grösser als die Anzahl der betreuten Kinder/Jugendliche.)
| Beratung setzt an bei dem jungen Menschen |
Anzahl |
% |
| allein |
102 |
28.73 |
| in der Gruppe |
0 |
0.00 |
| Beratung setzt an bei den Eltern |
|
|
| allein |
292 |
82.25 |
| in der Gruppe |
0 |
0.0 |
| Beratung setzt an in der Familie |
|
|
| in der Familie |
59 |
16.62 |
| Beratung setzt an im sozialen Umfeld |
|
|
| im sozialen Umfeld |
6 |
1.69 |
Aus der Fachstatistik 2002 sind noch Informationen
über den sozialen Status der Klienten erhältlich.
Nimmt man zu nächst die Berufstätigkeit der Mutter,
so ergibt sich folgendes Bild:
63% der Mütter sind voll- bzw. teilzeitberufstätig
oder befinden sich in der Ausbildung.
26% der Mütter sind nicht berufstätig.
Vom Rest fehlen die Angaben.
| Beruf der Mutter |
Anzahl |
% |
| nicht berufstätig |
9 |
2.56 |
| arbeitslos |
48 |
13.68 |
| Sozialhilfe |
35 |
9.97 |
| Teilzeitarbeit |
1 |
0.28 |
| Vollzeitarbeit |
184 |
52.42 |
| Wechselschicht |
0 |
0.0 |
| Nachtschicht |
1 |
0.28 |
| Ausbildung |
35 |
9.97 |
| k. Angabe |
38 |
10.38 |
Bei den Vätern ergibt sich folgendes Bild:
40% sind berufstätig oder befinden sich in der Ausbildung.
14% gehen keiner Berufstätigkeit nach (arbeitslos, Sozialhilfeempfänger).
Von 46% fehlen die Angaben, was sich mit dem hohen Anteil alleinerziehender
Mütter erklären lässt.
| Beruf des Vaters |
Anzahl |
% |
| nicht berufstätig |
8 |
2.28 |
| arbeitslos |
34 |
9.69 |
| Sozialhilfe |
7 |
1.99 |
| Teilzeitarbeit |
0 |
0.0 |
| Vollzeitarbeit |
118 |
33.62 |
| Wechselschicht |
0 |
0.0 |
| Nachtschicht |
0 |
0.00 |
| Ausbildung |
22 |
6.27 |
| k. Angabe |
162 |
46.15 |
Bei Betrachtung der Anzahl der Beratungstermine ergibt sich
folgendes Bild:
39% der Fälle konnten mit 1 - 5 Beratungsterminen abgeschlossen werden.
44% benötigten 6 - 20 Beratungstermine.
9% der Fälle benötigten 21 - 30 Beratungstermine.
Die übrigen Fälle machten mehr als 30 (bis zu 50) Termine notwendig.
| Terminanzahl |
Anzahl |
% |
| 1 - 5 |
136 |
38.75 |
| 6 - 20 |
156 |
44.44 |
| 21 - 30 |
31 |
8.83 |
| 31 - 40 |
11 |
3.13 |
| 41 - 50 |
5 |
1.42 |
| mehr als 50 |
0 |
0.00 |
|
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